09./10.07.: Terrassenhopping rund um Brüssel, die Zweite! /ts

Nach unserer ersten Umrundung 2014 hatten wir uns ja bereits vorgenommen, die "Promenade Verte" rund um Brüssel auch in der anderen Richtung kennenzulernen, da man einen Weg auf diese Art ja noch einmal ganz anders wahrnimmt. Das stellte sich zwar als nicht zwingend nötig heraus, da wir uns außer an ein paar Kneipen ohnehin an nix erinnern konnten, aber gesagt getan!

Am ersten Tag baute ich nach dem Frühstück in der Rue Gérard noch extra eine Extraschleife durch den Bois de la Cambre und am Hippodrome von Watermael-Boitsfort vorbei ein, damit die Tour nicht zu kurz wird… aber dafür kürzten wir dann am Ende ab und sparten uns den Weg über den Kanal und einmal um den König (bzw. seinen erweiterten Garten) herum. Wir stellten nämlich fest, dass es auf der Promenade Verte gegen den Uhrzeigersinn offenbar mehr Trinkterrassen gibt, wie auch immer das funktioniert! Mir hat jedenfalls vor allem die Terrasse an der Chaussée de Louvain mit den diversen "Charles Quint"-Bieren den Zahn gezogen, und so endeten wir dann schließlich (freilich nach einem ausgiebigen Aperitif am Bahnhofvorplatz von Schaerbeek) in einer Dönerbude an der Ecke Rue Max Roos, wo wir uns dann aber hüteten, ein Taxi zu bestellen... Stattdessen ging es noch, nachdem wir uns ja schon den Königsgarten gespart hatten, in den idyllischen Buddha-Zen-Garten von Edmunds Freundinnen Laurence und Céline, wo wir den Abend dann mit…, äh, im Gras ausklingen ließen. Tja, und hätten wir nicht so viele Terrassen gefunden, wir hätten vielleicht sogar unser Tagespensum geschafft!

Nach einer erholsamen Nacht (außer für Edmund, den mein Sofa zu bizarren gastroerotischen Träumen inspiriert hat) fuhren wir dann am zweiten Tag den Streckenrest vom Vorabend mit der Straßenbahn ab, konnten diesen Teil der Umrundung also auch als erledigt abhaken. Dann ging es vom Atomium aus durch den Norden und Westen der belgischen Kapitale und bei der Gluthitze an diesem Sonntag setzten wir schön brav unser Terrassenhopping fort. Sogar ein kleiner Schlenker ins flämische Umland war drin, wo ich mich in einer Kneipe von einem Radsportler als Eurokrat angegriffen fühlte, qui sent le pognon… aber als sein Kumpel dann mit einem Mercedes-Coupé jenseits meiner Gehaltsklasse wegfuhr, war ich beruhigt und wusste, wen er gemeint haben musste.

Die vielen Kriek-, Blanche-, Orval- und Chimay-Pausen waren natürlich sehr anstrengend… also hätten wir nicht so viele Terrassen gefunden, wir hätten vielleicht sogar unser Tagespensum geschafft! So aber kamen wir, bevor meine beiden Gäste aus dem Osten am Sonntagabend wieder den Brüxit antraten, immerhin bis nach England - oder zumindest bis nach Engeland, denn so heißt die Bushaltestelle in Uccle, an der wir unsere diesjährige (Fast-)Umrundung Brüssels beendeten.

Und hier geht es wie immer zu meiner eigenen Seite mit ein paar Bildern: www.unravel.de/otw2016.htm

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