4 sur 4! -Thomas

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Jetzt ist unser 100km-Erlebnis ja schon wieder eine Weile her, aber schließlich komme ich doch noch zu einem kleinen Bericht und Fazit.

Unser 100 km-Wochenende begann natürlich schon am Freitagabend neben der Einschreibung sowie dem Genuss von einigen Kaltgetränken und streng rationierten Grillportionen mit dem ersten spannungsgeladenen Ereignis: Wir bekamen von Vize-Teamchef 1 unsere offiziellen Natagora-T-Shirts und -Mützen mit personalisiertem Aufdruck überreicht. Während ?Lodda?, ?Haiku? und ?WC? ja keine Überraschungen waren, hatte ich für mich eigentlich mit ?Super Chief? gerechnet, aber das war wohl leider etwas zu lang, sodass man bei meiner Abkürzung S chief nun doch glatt glauben konnte, ich sei ein etwas schräger Vogel! Ansonsten versuchten wir während und nach der Anmeldung, unsere Nervosität mit dem ein oder anderen Schwätzchen in den Griff zu bekommen und warteten vergeblich auf die angekündigte Ehrung der treuesten Teilnehmer. So durften wir leider nicht Marianne und Edmund bejubeln und auch der Bürgermeister musste seine Rede wieder einstecken.

Am Samstag trafen wir uns dann zum gemütlichen Frühstück (und zur Toilettenkontaminierung) in Eupen bei Valérie und Marcel, von wo aus Edmund und Albert zum Start spazierten, während Marianne und ich uns kutschieren ließen (wir hatten eben keine Aufwärmaktion nötig).

Nach monatelangen Diskussionen über unsere Startstrategie waren wir uns dann an der Startlinie sofort einig und gingen schön geschlossen abwechselnd in einer 3+1 und einer 2+2 Formation los, inklusive hitziger Diskussionen und herzhaftem Streit. Na, nach 200 Metern gemeinsamen Wanderns darf man sich schon mal in die Wolle kriegen, aber zum Glück hat man dann ja noch 99,8 km vor sich, um sich wieder zu beruhigen!

Anschließend war also alles eitel Sonnenschein, außer dem Wetter natürlich, denn dieses versorgte uns stets pünktlich wenn wir befürchteten, trocken zu werden, mit Wasser von oben. So auch bei Tante Martha in Küchelscheid, wo wir uns gerade hinter Wasserpunkt 4 bei strahlendem Sonnenschein auf die Terrasse setzten, als uns auch schon wenige Minuten später Petrus im wahrsten Sinne des Wortes in die Suppe spuckte. Ansonsten lernten wir auf dem ersten Teil der Strecke bis Küchelscheid, auf dem wir die Kontroll- und Wasserpunkte durchwegs nur streiften, so allerlei interessante ostbelgische Flora und Fauna kennen, z. B. Bananenbäume und den T(h)annenbär.

Und auf so ner langen Tour lernt man auch allerlei Interessantes. So weiß ich jetzt, dass ich in Zukunft auf egal welche Frage immer sagen kann: Das ist ein Kleiber!

Das ständige Auf und Zu der Regenschirme erreichte dann kurz vor Botrange seinen Höhepunkt, als es ein richtiges Gewitter gab und unser Pausenplatz noch pünktlich vor unserer Ankunft richtig eingesuppt wurde. Zur Entschädigung gab es dort aber stilvoll Spaghetti und Rotwein von Gisela, und auf die Frage, ob es denn nochmal regnen wird, meinte einer treffend: Ich glaub, jetzt ist alles unten! Auf dem Weg nach Drossart wurde es dann traditionsgemäß dunkel, und als wir dort schließlich ankamen, war es schon fast zu kalt für ein Blanche, und Hélène hatte das Bier, das sie kreuz und quer um Drossart herum schleppte, leider nicht auch noch vorgewärmt.

Es folgte das vielleicht härteste, weil längste Stück im Dunkeln bis nach Gileppe, wo wir dann eine längere Pause einlegten, um nicht zu früh ins Ziel zu kommen. Nach erneutem Pastagenuss schickte ich dann Albert und Edmund zusammen auf die Oxfam-Pritsche, damit ich mich mit Marianne allein in den Caravan zurückziehen konnte. Ok, zugegeben, Michel war als Anstandswauwau auch zugegen und weckte mich nach ca. 1 Stunde aus dem Schlafnirvana.

Die kleine Erholung wirkte aber Wunder, denn danach ging es mit wiedergewonnenen Kräften weiter, und als dann nach CP9 Hütte auch noch die Sonne aufging, konnte eigentlich nix mehr passieren ? auch die Strecke war am Ende etwas abwechslungsreicher als letztes Jahr. Und dank einer spontanen Kaffeestärkung kurz vor dem Ende durch Tante Martha, Gisela und unseren Haus- und Hoffotografen Luca kamen wir dann putzmunter ins Ziel. Dort war dann dieses Jahr jede Menge los, was für ein Kontrast zum letzten Mal. Euphorie pur! 2 kaputte Rücken und 2 kaputte Zehen, aber alle 4 im Ziel!

Nachdem wir also ganz im Gegensatz zu 2010, wo ich recht apathisch im Regen auf einer Bierbank herumsaß und mir nicht vorstellen konnte, mich jemals wieder zu bewegen, dieses Mal putzmunter im Zielbereich kreuz und quer herumsprangen, war ich dann später doch etwas über den Anblick meiner Füße zuhause überrascht. Blasen über Blasen, an glücklicherweise nicht so neuralgischen Stellen, aber so zum Platzen gefüllt, dass der Inhalt wohl gereicht hätte, um den Eiterbach ein paar Tage lang mit Flüssigkeit zu versorgen. Doch die waren auch schnell wieder weg, geblieben ist dagegen die Erinnerung an ein hartes, aber rundum gelungenes Wochenende!

Zu guter Letzt auch noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Spender und Supporter, allen voran Michel, der uns mit seinem Camping-Caravan durch den Tag und die Nacht begleitete, außerdem an Valérie & Marcel, die uns in Eupen mit dem Frühstück verwöhnten, Tante Martha für die Rundumversorgung in Küchelscheid, Gisela, Hélène, Corinne und Jean für die Versorgung mit leiblicher und moralischer Unterstützung in Botrange und Drossart, Frédéric und Tatjana für die Prickelbrause im Ziel, Luca und Francine für die Mützen und T-Shirts...und natürlich, wie es so schön heißt, an alle die ich hier jetzt vergessen haben sollte.

Und damit wird dieser kleine Blog/Tagebuch geschlossen. Auf ein Neues für das BNVS-Team im nächsten Jahr!

Euer schräger chief mit S

Fotos (und der gleiche Text ;-) ) unter www.unravel.de/otw2011finish.htm

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