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Wandern im Hohen Venn

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Wandern im Hohen Venn
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Das Hohe Venn ist ein Stück einzigartiger Natur und sowohl das größte Naturschutzgebiet als auch die größte abgeschlossene Kulturlandschaft Belgiens. Der Naturpark Hohes Venn-Eifel liegt in den belgischen Ostkantonen und umspannt zwölf Gemeinden mit einer Gesamtfläche von 72 000 Hektar. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus Heide, Sumpf und Torfgebieten und verstreuten kleinen Wäldchen.

Die bekanntesten Städte am Rande des Hohen Venn sind Eupen, Malmédy und Spa. Weitere wichtige Orte sind die Talsperre der Gileppe und die Wesertalsperre. Belgiens höchster Punkt, das 694 m hohe „Signal de Botrange“ befindet sich im Hohen Venn und wird auch auf der Trailwalker-Strecke liegen.

Achtung: Wenn die Rote Fahne gehisst ist, darf niemand das Naturschutzgebiet im Hohen Venn betreten.Widersetzen Sie sich diesem Verbot bitte nicht! Sie begeben sich selbst und andere in Lebensgefahr und im Falle eines Strafzettels schaden Sie dem ganzen Oxfam Trailwalker.

Torf

Durch das rauhe Klima dieses Gebietes mit den starken Niederschlägen, den langen und kalten Wintern und einer niedrigen Durchschnittstemperatur (6,1°) konnten zahlreiche sehr seltene Pflanzenarten Nordeuropas und der Gebirgs-regionen sowie des atlantischen Raums erhalten bleiben. Die heutige Vennlandschaft ist größtenteils unter dem Einfluss des Menschen entstanden. Die alten Landbau- und Viehzuchtpraktiken, wie das Weiden, das Roden, das Ernten von Heu und die Gewinnung von Torf, haben offene Räume geschaffen. Bis zum Mittelalter war das Gebiet des Hohen Venns jedoch zu 90 % mit Laubwäldern bedeckt. Etwa ab 1840 (in der preußischen Zeit) wurden erhebliche Heideflächen mit Fichten bepflanzt.

Dadurch gingen die Torfflächen sehr stark zurück; sie waren einst die einzigen unbewaldeten Flächen, weil das Wasser an die Oberfläche trat und auf diese Weise die Bildung einer bis zu mehreren Meter dicken Torfschicht begünstigte. Es ist das einzige bis heute erhalten gebliebene natürliche Biotop.
Zu seinem Erhalt sind erhebliche Schutzmaßnahmen erforderlich.

Fauna und Flora

Im Hinblick auf den Schutz der Fauna und Flora des Hohen Venns wurde eine Fläche von 4.500 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen (bereits 1957). Dieses Schutzgebiet wurde seit 1966 mit dem Europäischen Diplom für Naturschutz ausgezeichnet.

Großwild (Hirsch, Reh und Wildschwein) ist im gesamten Gebiet verbreitet. Der Bestand wird auf 1.200 Hirsche, beinahe doppelt so viele Rehe und etwa tausend Wildschweine geschätzt. Andere geschützte Arten, wie Birkhuhn, Marder und Wildkatze, sowie zahlreiche spezifische Vogel- und Insektenarten findet man vor.

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